Glossar - Fachbegriffe einfach erklärt
Hier finden Sie Erklärungen zu wichtigen Fachbegriffen aus dem Bereich Pflanzenbeleuchtung und LED-Technik.
A
Abstrahlwinkel
Er gibt an, in welchem Winkel sich der Lichtkegel ausbreitet – ähnlich wie bei einer Taschenlampe, deren Licht entweder weit gestreut oder stark gebündelt sein kann.
Ein größerer Abstrahlwinkel führt zu einer breiteren, gleichmäßigeren Ausleuchtung, während ein kleiner Winkel das Licht stärker konzentriert und die Intensität auf einen kleineren Bereich erhöht.
B
Beleuchtungstechnik
Bei dem Wert „LED“ handelt es sich um eine Leuchtdiode (Light Emitting Diode) – die heute modernste und effizienteste Technik im Indoor-Growing.
LED-Growlampen bieten einen sehr hohen Wirkungsgrad, erzeugen kaum Wärme, besitzen eine lange Lebensdauer und ermöglichen präzise abgestimmte Lichtspektren für Wachstum und Blüte.
Dadurch sind LEDs herkömmlichen Technologien wie NDL, Halogen oder Leuchtstoffröhren deutlich überlegen.
E
Eingangsspannung
Bei einem Wert wie 100–240 / 277 V AC bei 50/60 Hz bedeutet das, dass die Lampe weltweit kompatibel ist und sowohl in europäischen als auch in amerikanischen Stromnetzen zuverlässig funktioniert.
„AC“ steht für Wechselspannung, und die Angabe 50/60 Hz beschreibt die Netzfrequenz.
Eine breite Eingangsspannung macht die Lampe besonders flexibel, schützt die Elektronik vor Spannungsschwankungen und ermöglicht den Einsatz in unterschiedlichsten Installationen und professionellen Umgebungen.
Energieverbrauch
Er wird in Watt (W) angegeben und beschreibt, wie viel Strom die Lampe dauerhaft aus der Steckdose zieht.
Ein höherer Energieverbrauch bedeutet nicht automatisch mehr Licht oder bessere Erträge – moderne LEDs erzeugen oft mehr nutzbares Pflanzenlicht bei gleicher Wattzahl als ältere Modelle.
Der Energieverbrauch ist daher vor allem ein Wert zur Abschätzung der Stromkosten und zur Belastung des Stromkreises, nicht zur Bewertung der realen Lichtleistung.
L
Lebensdauer
Sie wird in Stunden angegeben und beschreibt üblicherweise den Zeitraum, in dem die Lampe noch mindestens 90 % ihrer ursprünglichen Lichtstärke erreicht (LM90 oder L90-Wert).
Hochwertige Growlampen besitzen oft eine Lebensdauer von 50.000 bis über 90.000 Stunden, was mehreren Jahren Dauerbetrieb entspricht.
Eine lange Lebensdauer bedeutet weniger Wartungsaufwand, hohe Zuverlässigkeit und geringere Gesamtkosten im Growbetrieb.
Lichtspektrum
Wenn das Spektrum als „vollständig“ angegeben wird, bedeutet das, dass die Lampe alle für das Pflanzenwachstum wichtigen Wellenlängen enthält – von Blau (Wuchsphase) über Grün bis Rot und Far-Red (Blüte).
Ein vollständiges Spektrum ermöglicht eine natürliche und effiziente Beleuchtung für alle Pflanzenphasen.
Lichtstrom
Er wird in Lumen (lm) gemessen und zeigt, wie hell das Licht für das menschliche Auge erscheint.
Für Pflanzen ist der Lichtstrom jedoch weniger aussagekräftig, da Pflanzen vor allem den PAR-Bereich (Photosynthetisch Aktive Strahlung) nutzen.
Werte wie PPF (µmol/s) oder PPFD (µmol/m²/s) sind daher deutlich wichtiger für den tatsächlichen Ertrag.
Lumen kann aber sinnvoll sein, um die allgemeine Helligkeit einer Lampe einzuschätzen oder Modelle grob miteinander zu vergleichen.
M
Maximale Temperatur
Bei einem Wert wie 70 °C handelt es sich häufig um die höchste zulässige Oberflächentemperatur bestimmter Komponenten – z. B. des Kühlkörpers oder der LED-Module.
Wird diese Temperatur überschritten, kann die Effizienz sinken, die Lebensdauer verkürzt werden oder die Elektronik beschädigt werden.
Hochwertige LED-Growlampen arbeiten so, dass diese maximale Temperatur unter normalen Bedingungen nicht erreicht wird.
Maximale Wellenlänge
Sie wird in Nanometern (nm) gemessen und beschreibt den obersten Bereich des von der Lampe abgedeckten Lichtspektrums.
Viele moderne Vollspektrum-Growlampen enden bei etwa 780 nm, also im Far-Red-Bereich, der wichtig für Blüte, Streckungswachstum und eine natürliche Pflanzenentwicklung ist.
Zusammen mit der minimalen Wellenlänge zeigt dieser Wert, wie breit das tatsächliche Spektrum der Lampe ist.
Minimale Temperatur
Bei einem Wert wie 5 °C bedeutet das, dass die Lampe auch in kühleren Räumen, Kellern oder ungeheizten Growbereichen zuverlässig funktioniert.
Sinkt die Umgebungstemperatur unter diesen Wert, können elektronische Bauteile beeinträchtigt werden, was zu Fehlfunktionen oder einer verkürzten Lebensdauer führen kann.
Die minimale Temperatur ist daher wichtig, um den optimalen Betriebsbereich der Lampe einzuhalten.
Minimale Wellenlänge
Sie wird in Nanometern (nm) angegeben und beschreibt den unteren Rand des Lichtspektrums der Lampe.
Bei modernen Vollspektrum-LEDs liegt dieser Wert häufig bei ca. 400 nm, also im blauen Lichtbereich, der besonders wichtig für das vegetative Wachstum ist.
Zusammen mit der maximalen Wellenlänge zeigt dieser Wert, welche Teile des Spektrums die Lampe tatsächlich abdeckt.
S
Sockeltyp
Während klassische Leuchtmittel feste Standards wie E27 oder GU10 nutzen, besitzen viele moderne LED-Growlampen keinen herkömmlichen Sockel mehr.
Bei einem Wert wie „LED-Modulleuchte“ handelt es sich um eine direkte LED-Einheit, die fix montiert und über ein eigenes Anschlusskabel oder Stecksystem betrieben wird.
Solche Module sind besonders effizient, langlebig und für professionelle Grow-Setups optimiert.
Stromstärke
Sie wird in Ampere (A) gemessen und hängt direkt von der Wattleistung und der Eingangsspannung der Lampe ab.
Eine höhere Stromstärke bedeutet, dass mehr elektrische Energie benötigt wird.
Für Grower ist dieser Wert wichtig, um Stromkreise nicht zu überlasten und mehrere Lampen sicher an einer Steckdose oder Zeitschaltuhr zu betreiben.
W
Wattleistung
Sie gibt jedoch nicht direkt an, wie viel nutzbares Licht (PPF/PPFD) die Lampe tatsächlich produziert.
Moderne LEDs erzeugen oft deutlich mehr Licht pro Watt als ältere Modelle, deshalb ist die Wattzahl nur ein Richtwert für den Stromverbrauch, nicht für die tatsächliche Lichtleistung.
Höhere Wattleistung bedeutet also vor allem höherer Energieverbrauch, sagt aber weniger über die tatsächliche Effizienz oder Ertragsleistung der Lampe aus.