A
Ablesbarkeit
Ablesbarkeit (Teilungswert d) einer digitalen Waage
Die Ablesbarkeit ist der kleinste Schritt, um den sich die Anzeige einer digitalen Waage ändert, zum Beispiel 0,01 g. In den Vorschriften für Waagen heißt dieser Wert Teilungswert d. Die Ablesbarkeit sagt nicht, wie genau eine Waage misst: Bei geeichten Waagen richtet sich die zulässige Abweichung nach dem Eichwert e. Er darf bei Waagen der Genauigkeitsklassen I und II größer sein als d, in der Regel bis zum Zehnfachen.
Abstrahlwinkel
Abstrahlwinkel einer LED-Growlampe
Der Abstrahlwinkel beschreibt, wie breit oder fokussiert das Licht einer LED-Growlampe auf die Pflanzenfläche gestrahlt wird.
Er gibt an, in welchem Winkel sich der Lichtkegel ausbreitet – ähnlich wie bei einer Taschenlampe, deren Licht entweder weit gestreut oder stark gebündelt sein kann.
Ein größerer Abstrahlwinkel führt zu einer breiteren, gleichmäßigeren Ausleuchtung, während ein kleiner Winkel das Licht stärker konzentriert und die Intensität auf einen kleineren Bereich erhöht.
Algen
Einfache, Photosynthese betreibende Lebewesen, die meist im Wasser leben
Algen sind einfache Lebewesen, die meist im Wasser leben und wie Pflanzen mit Licht Photosynthese betreiben. Echte Wurzeln, Stängel und Blätter haben sie nicht. Zum Wachsen brauchen sie Wasser, Licht und Nährstoffe, deshalb gedeihen sie in Tanks mit Nährlösung, in die Licht fällt, und auf dauernd nassen Flächen. In Bewässerungsanlagen können sie Leitungen, Tropfer und Ventile zusetzen.
Arbuskuläre Mykorrhiza
Häufigste Mykorrhiza-Form, bei der die Pilze bis in die Wurzelzellen wachsen
Die arbuskuläre Mykorrhiza ist die häufigste Form der Mykorrhiza: Rund 72 Prozent der Gefäßpflanzen bilden sie, darunter Tomate und Paprika. Die Pilzfäden wachsen bis in die Zellen der Wurzelrinde, dort tauschen Pflanze und Pilz Stoffe aus. Die Pilze liefern vor allem Phosphor und erhalten von der Pflanze Zucker und Fettsäuren; ohne lebende Wirtspflanze können sie nicht wachsen. Auf Packungen kann sie auch Endomykorrhiza heißen. Kohlgewächse, Spinat und Rote Bete gehen sie meist nicht ein.
B
Beleuchtungstechnik
Art der Beleuchtungstechnik
Die Beleuchtungstechnik beschreibt, welche Art von Lichtquelle in einer Growlampe verwendet wird.
Der Wert „LED" steht für Leuchtdioden (Light Emitting Diodes). Gute LED-Pflanzenleuchten erzeugen je Watt mehr Licht für die Fotosynthese als Natriumdampflampen (NDL): Spitzenwerte unabhängig geprüfter LED-Leuchten lagen 2020 bei bis zu 3,0 µmol/J, eine doppelseitige 1000-W-NDL bei 1,72 µmol/J. Wie effizient eine Leuchte ist, zeigt ihr Wert in µmol/J.
Auch LED-Leuchten werden warm: Der Teil des Stroms, der nicht zu Licht wird, geht als Wärme zum großen Teil über den Kühlkörper an die Luft, bei der SANlight STIXX laut Hersteller bis 65 °C am Modul. Anders als NDL strahlen LEDs aber nur wenig Wärme zu den Pflanzen ab. Deshalb dürfen sie näher an die Blätter, den Mindestabstand nennt die Anleitung der Leuchte.
Lebensdauer und Spektrum hängen vom Modell ab, es gelten die Herstellerangaben.
Biofilm
Schleimschicht aus Mikroorganismen auf Oberflächen in Wasser führenden Systemen
Ein Biofilm ist eine Schleimschicht, in der Mikroorganismen wie Bakterien, Algen und Pilze gemeinsam auf einer Oberfläche leben. In Bewässerungsanlagen bildet er sich an den Innenwänden von Leitungen, in Filtern und in Tropfern. Reste abgestorbener Algen können Bakterien nähren, die solchen Schleim bilden, und auch das Material der Leitung beeinflusst, wie viel Biofilm entsteht. Ein Biofilm kann Tropfer verengen oder verstopfen. Regelmäßiges Spülen und Reinigen wirkt dem entgegen.
Biologisch
Biologische Produkteigenschaft
Die Angabe beschreibt eine biologische Eigenschaft oder Einordnung des Produkts laut Produktbeschreibung. Bei Düngern und Bodenhilfsstoffen kann sie sich auf organische Rohstoffe oder enthaltene Mikroorganismen beziehen. Eine Eignung für zertifizierten Bio-Anbau muss ausdrücklich belegt sein, aus dem Merkmal allein lässt sie sich nicht ableiten.
Blattflächenindex
Blattfläche je Bodenfläche (englisch Leaf Area Index, LAI)
Der Blattflächenindex gibt an, wie viel Blattfläche über einer Bodenfläche steht, gezählt wird bei Laubblättern eine Blattseite. Ein Wert von 1 bedeutet so viel Blattfläche wie Bodenfläche, ein Wert von 3 dreimal so viel. Je höher der Wert, desto weniger Licht von oben erreicht die unteren Blätter: In einem dichten Gurkenbestand mit einem Blattflächenindex von etwa 4,4 kamen am Boden nur 2,6 % des Lichts von oben an.
D
Dimmregler
Regelung der Lichtleistung
Ein Dimmregler ermöglicht es, die Lichtleistung einer dafür geeigneten Leuchte zu verändern. Je nach Modell erfolgt die Einstellung in festen Stufen oder stufenlos. Prüfe, ob der Regler eingebaut ist, mitgeliefert wird oder separat benötigt wird und welche Steuerung die Leuchte unterstützt.
Drehwurzel
Wurzel, die an der Topfwand entlang im Kreis wächst (auch Ringwurzel oder Kreiswurzel)
Eine Drehwurzel, auch Ringwurzel oder Kreiswurzel genannt, entsteht vor allem, wenn eine Wurzel auf eine glatte, geschlossene Topfwand trifft, abgelenkt wird und an der Wand entlang im Kreis weiterwächst. Je länger eine Pflanze im selben Topf steht, desto ausgeprägter werden solche Wurzeln. Beim Umtopfen verschwinden sie nicht von selbst; bei Gehölzen bleiben sie im Wurzelstock erhalten und können später den Stammfuß einschnüren. Luftdurchlässige oder gelochte Topfwände verringern Drehwurzeln, verhindern sie aber nicht in jedem Fall.
Kategorie: Wurzeln & Substrat
Druckverlust
Druckabfall einer Luftströmung durch Reibung und Umlenkung
Der Druckverlust ist der Druck, den eine Luftströmung auf ihrem Weg durch Schläuche, Bögen, Filter und andere Bauteile durch Reibung und Verwirbelung verliert. In Schläuchen, Rohren und Bögen steigt er etwa mit dem Quadrat der Luftgeschwindigkeit. Bei gleichem Luftstrom wächst er deshalb stark, wenn der Durchmesser kleiner wird, und er wächst mit der Länge der Leitung. Den Druckverlust muss der Lüfter aufbringen: Je größer er ist, desto weniger Luft fördert derselbe Lüfter.
E
EC-Motor
Elektronisch kommutierter Motor
Ein EC-Motor ist ein bürstenloser Motor mit Dauermagneten im Läufer. Eine eingebaute Elektronik schaltet den Strom in den Spulen so um, dass ein drehendes Magnetfeld entsteht, das den Läufer mitzieht. Über diese Elektronik lässt sich auch die Drehzahl einstellen, bei Lüftern oft über ein Steuersignal wie PWM (Pulsweitenmodulation) oder 0 bis 10 V. Weil das Magnetfeld im Läufer nicht erst durch Strom erzeugt werden muss, arbeitet er effizienter als ein vergleichbarer Kondensatormotor, besonders bei niedriger Drehzahl. Wie groß der Vorteil ist, hängt vom Gegendruck ab.
Eingangsspannung
Eingangsspannung der Growlampe
Die Eingangsspannung gibt an, mit welcher Netzspannung eine LED-Growlampe betrieben werden kann.
Bei einem Wert wie 100–240 / 277 V AC bei 50/60 Hz bedeutet das, dass die Lampe weltweit kompatibel ist und sowohl in europäischen als auch in amerikanischen Stromnetzen zuverlässig funktioniert.
„AC“ steht für Wechselspannung, und die Angabe 50/60 Hz beschreibt die Netzfrequenz.
Eine breite Eingangsspannung macht die Lampe besonders flexibel, schützt die Elektronik vor Spannungsschwankungen und ermöglicht den Einsatz in unterschiedlichsten Installationen und professionellen Umgebungen.
Energieverbrauch
Elektrischer Energieverbrauch (in Watt)
Unter Energieverbrauch nennen wir die elektrische Leistung, die eine Lampe oder ein Gerät im Betrieb aus der Steckdose aufnimmt. Sie wird in Watt (W) angegeben und beschreibt, wie viel Strom das Gerät in diesem Moment zieht.
Wie viel Energie über die Zeit zusammenkommt, misst man in Kilowattstunden (kWh): Watt × Betriebsstunden ÷ 1.000.
Beispiel: Eine Lampe mit 200 W, die 12 Stunden am Tag läuft, verbraucht 2,4 kWh pro Tag. Mit deinem Strompreis je kWh ergibt das die Stromkosten.
F
Fehlergrenze
Größte zulässige Abweichung eines Messgeräts vom richtigen Wert
Die Fehlergrenze gibt an, um wie viel die Anzeige eines Messgeräts höchstens vom richtigen Wert abweichen darf. Bei genormten Messzylindern hängt sie an der Skala: Bei Klasse A ist sie ein halber Skalenschritt, bei Klasse B laut Hersteller VITLAB doppelt so groß. Ein 100-ml-Messzylinder der Klasse B darf laut VITLAB um ± 1 ml abweichen. Misst man damit nur eine kleine Menge, ist die mögliche Abweichung im Verhältnis groß: Bei 10 ml sind ± 1 ml schon 10 %. Bei Geräten ohne Genauigkeitsklasse, etwa Messbechern, sagt eine fein geteilte Skala nichts über die Fehlergrenze.
Filtermaterial
Material des wirksamen Filtermediums
Das Filtermaterial ist der Bestandteil, der Stoffe aus der durchströmenden Luft zurückhält. Ein Partikelfilter erfasst beispielsweise Staub, während Aktivkohle bestimmte gasförmige Stoffe an ihrer Oberfläche bindet. Welches Material geeignet ist, hängt davon ab, was gefiltert werden soll und unter welchen Bedingungen der Filter betrieben wird.
Filtrationstechnik
Verfahren zur Luftfilterung
Die Filtrationstechnik beschreibt das Verfahren, mit dem ein Filter Stoffe aus der Luft entfernt. Mechanische Filter halten Partikel zurück; adsorbierende Materialien wie Aktivkohle binden bestimmte gasförmige Stoffe an ihrer Oberfläche. Die Verfahren erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Prüfe deshalb die ausgewiesene Filterwirkung für deinen Einsatzzweck.
Flügelausrichtung
Strömungsbauart des Ventilators
Im Shop bezeichnet dieses Merkmal die Strömungsbauart eines Ventilators, beispielsweise zentrifugal beziehungsweise radial. Bei Axialventilatoren strömt die Luft überwiegend entlang der Drehachse, bei Radialventilatoren wird sie nach außen umgelenkt. Die Bauart hilft beim Einordnen des Geräts; für die Auswahl zählen außerdem Volumenstrom und verfügbarer Druck.
Freisetzungsgeschwindigkeit
Geschwindigkeit der Nährstofffreisetzung
Die Freisetzungsgeschwindigkeit beschreibt, wie schnell ein Dünger seine Nährstoffe verfügbar macht. Angaben wie Schnellwirkung oder Langzeitwirkung dienen der Einordnung. Die tatsächliche Verfügbarkeit hängt von der Rezeptur und den Anwendungsbedingungen ab. Eine konkrete Nachdüngung oder Wirkdauer lässt sich daraus ohne Herstellerangaben nicht bestimmen.
G
Globalstrahlung
Sonnenstrahlung auf eine waagerechte Fläche, direkt und gestreut
Die Globalstrahlung ist die gesamte Sonnenstrahlung, die direkt und über Wolken und Himmel gestreut auf eine waagerechte Fläche am Boden fällt. Der Deutsche Wetterdienst veröffentlicht sie unter anderem als Monats- und Jahressummen in Kilowattstunden pro Quadratmeter. Fachartikel rechnen damit, dass etwa 45 % davon im Bereich des Pflanzenlichts von 400 bis 700 Nanometern liegen. Mit einem Faktor von rund 0,0073 mol je Wattstunde lässt sich die Tagessumme in Wattstunden pro Quadratmeter näherungsweise in eine Tageslichtsumme umrechnen.
Graduierung
Skala aus Teilstrichen auf Spritzen, Pipetten und Messgefäßen
Die Graduierung ist die aufgedruckte oder eingeprägte Skala auf Dosierspritzen, Pipetten, Messzylindern und Messbechern. Ihre Teilung, etwa 0,2 ml bei der 5-ml-Spritze BD Discardit II (Herstellerangabe), sagt, in welchen Schritten man ablesen kann. Wie genau das Gerät misst, sagt die Teilung allein nicht, dafür ist die Fehlergrenze maßgeblich. Nur bei genormten Geräten mit Genauigkeitsklasse hängt die Fehlergrenze an der Teilung, bei Messzylindern der Klasse A ist sie ein halber Skalenschritt. Bei Messbechern dient die Skala laut Hersteller VITLAB nur der Orientierung.
K
Kalibrierung
Kalibrierung (Kalibrieren) eines Messgeräts, z. B. eines pH-Messgeräts
Kalibrieren heißt in der Messtechnik, die Anzeige eines Messgeräts mit bekannten Referenzwerten zu vergleichen und so festzustellen, wie weit sie abweicht, zum Beispiel mit einer Pufferlösung von pH 7,00 oder mit einem Prüfgewicht. Das Gerät wird dabei nicht verstellt, die ermittelte Abweichung kann aber beim Messen berücksichtigt werden. Wird das Gerät so eingestellt, dass es den richtigen Wert anzeigt, heißt das Justierung. Bei pH-Messgeräten sagt man in der Praxis für beides „kalibrieren": Das Gerät misst in Pufferlösungen mit bekanntem pH-Wert, empfohlen sind mindestens zwei, meist pH 7 und pH 4. Daraus bestimmt es Nullpunkt und Steilheit der Elektrode und rechnet danach mit diesen Werten. Wie oft das nötig ist, gibt der Gerätehersteller an.
Kapillarwirkung
Aufsteigen von Wasser in feinen Poren und Spalten, auch gegen die Schwerkraft
Die Kapillarwirkung, auch Kapillareffekt, lässt Wasser in feinen Röhrchen, Poren und Spalten aufsteigen, sogar gegen die Schwerkraft, wenn es deren Oberfläche benetzt. Bei der Bewässerung von unten zieht das Substrat das Wasser so aus Schale oder Vorrat nach oben in den Wurzelraum, ähnlich wie ein Schwamm. Trocknet der Vorrat aus, hört dieser Nachschub auf.
Karbonathärte
An Hydrogencarbonat gebundener Teil der Wasserhärte
Die Karbonathärte ist der Teil der Wasserhärte, der an Hydrogencarbonat und Carbonat gebunden ist. Sie zeigt, wie viel Säure ein Wasser neutralisieren kann; englische Quellen sprechen von Alkalinität (alkalinity). Laut Gütegemeinschaft Substrate für Pflanzen lässt Gießwasser mit einer Karbonathärte über 10 °dH den pH-Wert im Substrat mit der Zeit steigen, unter 6 °dH sinkt er eher; wie stark, hängt auch von Dünger, Pflanze und Jahreszeit ab. US-Beratungsstellen setzen für Gießwasser niedrigere Werte an, umgerechnet etwa 5,6 °dH oder weniger. In Wasseranalysen steht sie oft als Säurekapazität bis pH 4,3 in mmol/l, mal 2,8 ergibt das umgerechnet ungefähr die Karbonathärte in °dH.
Einheit: °dH, mmol/lKategorie: Wasser
Kompatibles Vorschaltgerät
Passendes Betriebsgerät für das Leuchtmittel
Das Merkmal nennt das für ein Leuchtmittel geeignete Vorschaltgerät. Es stellt die vorgesehenen elektrischen Betriebsbedingungen bereit. Leuchtmitteltechnologie, Leistung und elektrische Ausführung müssen zusammenpassen. Prüfe die konkrete Freigabe des Herstellers; ein passender Sockel oder eine gleiche Wattangabe allein reicht als Kompatibilitätsnachweis nicht aus.
Kondenswasser
Wasser, das sich aus feuchter Luft an kalten Flächen niederschlägt
Kondenswasser ist Wasser, das sich an einer Fläche niederschlägt, deren Temperatur unter dem Taupunkt der umgebenden Luft liegt. Es bildet sich zuerst an den kältesten Flächen. Im Growzelt kann das die Zeltwand sein, wenn nach dem Ausschalten der Lampe die Luft abkühlt. Tropfen und nasse Blätter begünstigen Krankheiten wie Grauschimmel und Falschen Mehltau.
L
Lebensdauer
Lebensdauer einer LED-Growlampe (in Stunden)
Die Lebensdauer gibt an, nach wie vielen Betriebsstunden das Licht einer LED-Growlampe voraussichtlich auf einen bestimmten Anteil seines Anfangswerts gesunken ist. Kaputt ist die Lampe dann nicht unbedingt, die LEDs werden nur schwächer. Angegeben wird die Lebensdauer in Stunden, zusammen mit diesem Anteil: L70 steht für noch 70 %, L90 für noch 90 % des Anfangslichtstroms; bei Pflanzenleuchten wird für den Photonenstrom auch Q70 oder Q90 angegeben, auch die Schreibweise LM90 kommt vor. Typisch für LED-Leuchten sind rund 50.000 Stunden bis 70 % Licht; Angaben mit unterschiedlichem Prozentwert lassen sich nicht direkt vergleichen. Die Werte gelten im Mittel für viele gleiche Leuchten (ohne Zusatz B50, also die Hälfte), sind Hochrechnungen aus kürzeren Messungen und gelten für eine bestimmte Umgebungstemperatur. Über den Ausfall von Netzteil oder anderen Bauteilen sagen sie nichts.
LED-Treiber
Betriebsgerät, das LEDs aus dem Stromnetz mit geregeltem Strom versorgt
Der LED-Treiber, oft auch Netzteil oder Betriebsgerät genannt, wandelt den Wechselstrom aus dem Netz in Gleichstrom um und versorgt die LEDs mit geregeltem Strom und geregelter Spannung. Er ist in die Leuchte eingebaut oder ein eigenes Gerät, das mit der Leuchte verbunden wird. Treiber enthalten Elektronikbauteile wie Kondensatoren, deren Lebensdauer stark von der Betriebstemperatur abhängt. Fachquellen nennen den Treiber als häufige Ursache für den Totalausfall von LED-Leuchten, oft bevor die LEDs selbst verschlissen sind.
Leistungsphase
Phasenzahl der elektrischen Versorgung
Im Shop bezeichnet die Leistungsphase die vorgesehene Phasenzahl der Stromversorgung, zum Beispiel einphasig. Diese Angabe gehört zu den elektrischen Anschlussdaten. Für den passenden Anschluss müssen außerdem Spannung, Netzfrequenz und Anschlussart mit den Vorgaben des Herstellers übereinstimmen.
Lichtspektrum
Spektrum des Pflanzenlichts
Das Lichtspektrum beschreibt die Zusammensetzung des Lichtes einer LED-Growlampe.
Wenn das Spektrum als „vollständig“ angegeben wird, bedeutet das, dass die Lampe alle für das Pflanzenwachstum wichtigen Wellenlängen enthält – von Blau (Wuchsphase) über Grün bis Rot und Far-Red (Blüte).
Ein vollständiges Spektrum ermöglicht eine natürliche und effiziente Beleuchtung für alle Pflanzenphasen.
Lichtstrom
Lichtstrom (in Lumen)
Der Lichtstrom beschreibt die gesamte Menge an sichtbarem Licht, die eine LED-Growlampe abgibt.
Er wird in Lumen (lm) gemessen und zeigt, wie hell das Licht für das menschliche Auge erscheint.
Für Pflanzen ist der Lichtstrom jedoch weniger aussagekräftig, da Pflanzen vor allem den PAR-Bereich (Photosynthetisch Aktive Strahlung) nutzen.
Werte wie PPF (µmol/s) oder PPFD (µmol/m²/s) sind daher deutlich wichtiger für den tatsächlichen Ertrag.
Lumen kann aber sinnvoll sein, um die allgemeine Helligkeit einer Lampe einzuschätzen oder Modelle grob miteinander zu vergleichen.
Lichtstromerhalt
Anteil des Anfangslichtstroms, den eine Lichtquelle nach einer bestimmten Betriebszeit noch abgibt
Der Lichtstromerhalt gibt an, wie viel Prozent ihres ursprünglichen Lichtstroms eine Lichtquelle zu einem bestimmten Zeitpunkt noch abgibt. Bei LED-Leuchten steht er als L-Wert mit Stundenzahl: L90 = 50.000 h bedeutet, dass nach 50.000 Betriebsstunden noch 90 % des Anfangslichtstroms erwartet werden, L70 entsprechend 70 %; ohne weiteren Zusatz gilt das im Mittel für viele gleiche Leuchten (B50). Bei Pflanzenleuchten wird dasselbe auch für den Photonenstrom angegeben, etwa als Q90. Die Stundenzahlen sind meist Hochrechnungen aus kürzeren Messungen; Angaben mit unterschiedlichem Prozentwert lassen sich nicht direkt vergleichen.
Einheit: %Kategorie: Lichttechnik
Lüfterkennlinie
Luftmenge eines Lüfters in Abhängigkeit vom Gegendruck
Die Lüfterkennlinie zeigt, wie viel Luft ein Lüfter bei welchem Gegendruck fördert. Ohne Gegendruck erreicht er seine größte Luftmenge, diesen Wert nennen die von uns geprüften Datenblätter als Höchstwert. Mit steigendem Druckverlust durch Schlauch, Bögen und Filter sinkt die Luftmenge, bis sie beim höchsten Druck, den der Lüfter aufbauen kann, auf null fällt. Wo die Kennlinie die Kurve des Druckverlusts der Anlage schneidet, liegt der tatsächliche Betriebspunkt.
Luftschnitt
Natürliches Stoppen von Wurzelspitzen durch trockene Luft an der Topfwand (auch Luftbeschneidung oder Luftwurzelschnitt, englisch Air-Pruning)
Beim Luftschnitt, auch Luftbeschneidung oder Air-Pruning genannt, trocknen Wurzelspitzen ein, sobald sie an einer luftdurchlässigen Topfwand oder an Luftöffnungen auf trockene Luft treffen, und wachsen nicht weiter. Hinter der gestoppten Spitze verzweigt sich die Wurzel, am Ballenrand entsteht ein Geflecht feiner Seitenwurzeln. Stofftöpfe und Töpfe mit Luftöffnungen nutzen diesen Effekt, um kreisende Wurzeln zu verringern; ganz verhindern lassen sie sich laut Studien nicht in jedem Fall. Für Anzuchtbänke in Gärtnereien wird beschrieben, dass sehr feuchte Luft den Luftschnitt verhindert.
Kategorie: Wurzeln & Substrat
Lüftungssystem
Funktion im Luftführungssystem
Die Angabe beschreibt, welche Aufgabe ein Gerät in der Lüftung übernimmt. Zuluft führt Luft in den Raum, Abluft transportiert sie hinaus und Umluft bewegt Luft innerhalb des Raums. Ein Umluftventilator ersetzt daher keinen Luftaustausch. Prüfe die vorgesehene Verwendung und Luftstromrichtung des Geräts.
Luftvolumenstrom
Gefördertes Luftvolumen pro Zeit
Der Luftvolumenstrom gibt an, wie viel Luft ein Ventilator in einer bestimmten Zeit fördert. Üblich ist die Angabe in Kubikmetern pro Stunde. Der tatsächlich erreichbare Wert hängt vom Widerstand der Anlage ab, etwa durch Filter, Schläuche und Bögen. Vergleiche deshalb Werte unter passenden Betriebsbedingungen.
Luftwechsel
Luftwechselrate je Stunde
Der Luftwechsel gibt an, wie oft das Luftvolumen eines Raums oder Zelts in einer Stunde ausgetauscht wird. Bei 40 pro Stunde, dem Richtwert des GrowNova-Abluft-Rechners, wird das gesamte Volumen etwa alle 1,5 Minuten einmal durch frische Luft ersetzt. Zusammen mit dem Raumvolumen ergibt sich daraus der nötige Luftvolumenstrom eines Lüfters in m³/h.
M
Materialbasis
Grundlage der Produktzusammensetzung
Bei Düngern und Pflanzenhilfsstoffen bezeichnet die Materialbasis die grundlegende Einordnung der Zusammensetzung, beispielsweise mineralisch, organisch oder eine Kombination daraus. Sie hilft dir, Produkte zu unterscheiden. Daraus lassen sich weder die genaue Nährstoffzusammensetzung noch eine Bio-Zertifizierung oder die Eignung für jedes Anbausystem ableiten.
Maximale Temperatur
Höchste zulässige Umgebungstemperatur im Betrieb
Die maximale Temperatur gibt bei Leuchten und Geräten meist an, bis zu welcher Umgebungstemperatur sie laut Hersteller betrieben werden dürfen, also wie warm die Raum- oder Zeltluft um das Gerät höchstens sein darf. Das Gehäuse selbst kann deutlich heißer werden: Die SANlight EVO zum Beispiel darf laut Bedienungsanleitung bei bis zu 35 °C Umgebungstemperatur betrieben werden und dabei bis zu 70 °C heiß werden. Wird die zulässige Umgebungstemperatur überschritten, kann die Effizienz sinken, die Lebensdauer verkürzt werden oder die Elektronik beschädigt werden. Lebensdauerangaben gelten meist für eine bestimmte Umgebungstemperatur; maßgeblich ist die Anleitung des Herstellers.
Maximale Wellenlänge
Größte abgestrahlte Wellenlänge (in Nanometer)
Die maximale Wellenlänge gibt an, bis zu welchem Punkt des Spektrums eine LED-Growlampe Licht erzeugt.
Sie wird in Nanometern (nm) gemessen und beschreibt den obersten Bereich des von der Lampe abgedeckten Lichtspektrums.
Viele moderne Vollspektrum-Growlampen enden bei etwa 780 nm, also im Far-Red-Bereich, der wichtig für Blüte, Streckungswachstum und eine natürliche Pflanzenentwicklung ist.
Zusammen mit der minimalen Wellenlänge zeigt dieser Wert, wie breit das tatsächliche Spektrum der Lampe ist.
Meniskus
Gewölbte Flüssigkeitsoberfläche in einem Messgefäß
Der Meniskus ist die gewölbte Oberfläche einer Flüssigkeit an der Gefäßwand. Beim Ablesen zählt er vor allem in schmalen Messgefäßen wie Messzylindern oder Pipetten. In Glas wölbt sich Wasser zur Mitte hin nach unten, abgelesen wird dann an der tiefsten Stelle. In Kunststoffgefäßen ist die Oberfläche laut Hersteller VITLAB auch bei wässrigen Lösungen eher nach oben gewölbt, dann gilt die höchste Stelle. Damit der Wert stimmt, steht das Gefäß gerade und das Auge ist auf Höhe des Flüssigkeitsspiegels.
Mindestlast
Mindestlast (Min) einer Waage
Die Mindestlast ist die Last, unterhalb der die Wägeergebnisse einer Waage eine zu große relative Abweichung haben können. Bei geeichten Waagen steht sie als „Min" auf dem Typenschild. Sie beträgt mindestens ein festes Vielfaches des Eichwerts e, zum Beispiel 20 e bei Genauigkeitsklasse III; zeigt die Waage feiner an als e, wird dafür mit dem Teilungswert d gerechnet. Im geschäftlichen Verkehr dürfen Wägungen unterhalb der Mindestlast nicht verwendet werden.
Einheit: gKategorie: Messtechnik
Minimale Temperatur
Minimal zulässige Betriebstemperatur
Die minimale Temperatur gibt an, ab welcher Umgebungstemperatur eine LED-Growlampe sicher betrieben werden kann.
Bei einem Wert wie 5 °C bedeutet das, dass die Lampe auch in kühleren Räumen, Kellern oder ungeheizten Growbereichen zuverlässig funktioniert.
Sinkt die Umgebungstemperatur unter diesen Wert, können elektronische Bauteile beeinträchtigt werden, was zu Fehlfunktionen oder einer verkürzten Lebensdauer führen kann.
Die minimale Temperatur ist daher wichtig, um den optimalen Betriebsbereich der Lampe einzuhalten.
Minimale Wellenlänge
Kleinste abgestrahlte Wellenlänge (in Nanometer)
Die minimale Wellenlänge gibt an, ab welchem Punkt des Spektrums eine LED-Growlampe Licht erzeugt.
Sie wird in Nanometern (nm) angegeben und beschreibt den unteren Rand des Lichtspektrums der Lampe.
Bei modernen Vollspektrum-LEDs liegt dieser Wert häufig bei ca. 400 nm, also im blauen Lichtbereich, der besonders wichtig für das vegetative Wachstum ist.
Zusammen mit der maximalen Wellenlänge zeigt dieser Wert, welche Teile des Spektrums die Lampe tatsächlich abdeckt.
Mykorrhiza
Symbiose von Pilzen und Pflanzenwurzeln
Mykorrhiza bezeichnet eine Lebensgemeinschaft von Pflanzenwurzeln und bestimmten Bodenpilzen. Die Pilzfäden wachsen von der Wurzel in den umgebenden Boden und liefern der Pflanze Wasser und Nährstoffe, vor allem Phosphor; im Gegenzug erhalten die Pilze von der Pflanze Zucker aus der Fotosynthese, bei der häufigsten Form, der arbuskulären Mykorrhiza, auch Fettsäuren. Die meisten Pflanzen gehen eine Mykorrhiza ein, Kohlgewächse, Spinat und Rote Bete aber meist nicht. Ob eine Pflanze davon profitiert, hängt unter anderem von der Pflanzenart und der Düngung mit Stickstoff und Phosphor ab; Pilze aus einem Produkt können nur wirken, wenn sie lebendig sind und an den Wurzeln anwachsen.
N
Nährlösung
In Wasser gelöste Pflanzennährstoffe zum Gießen und für die Hydrokultur
Eine Nährlösung ist Wasser, in dem Dünger mit den Nährstoffen für Pflanzen gelöst ist. Sie wird zum Gießen, in Bewässerungssystemen mit Tank und in der Hydrokultur verwendet. Weil sie Nährstoffe enthält, wachsen in ihr bei Licht auch Algen, Tanks für Nährlösung sollten deshalb kein Licht durchlassen und abgedeckt sein. Wie viel Dünger gelöst ist, lässt sich über den EC-Wert abschätzen.
Kategorie: Dünger
Netzfrequenz
Frequenz der elektrischen Wechselspannung
Die Netzfrequenz beschreibt, wie oft sich eine Wechselspannung innerhalb einer Sekunde vollständig wiederholt. Sie wird in Hertz angegeben. Ein Gerät muss für die Frequenz seiner Stromversorgung ausgelegt sein. Vergleiche dafür die Angabe auf dem Typenschild zusammen mit Spannung und Anschlussart.
P
pH-Elektrode
Messfühler eines pH-Messgeräts, meist eine Glaselektrode
Die pH-Elektrode ist der Messfühler eines pH-Messgeräts. Meist ist es eine Glaselektrode mit dünner Glasmembran, die oft zusammen mit einer Bezugselektrode in einem Gehäuse steckt. Sie liefert eine sehr kleine Spannung. Bei den meisten Elektroden beträgt sie bei pH 7 etwa 0 Millivolt (Nullpunkt) und ändert sich bei 25 °C im Idealfall um 59,16 Millivolt je pH-Stufe (Steilheit). Weil die Elektrode mit dem Gebrauch altert, wird sie regelmäßig kalibriert und nach Angabe des Herstellers feucht gelagert.
Phasenanschnittsteuerung
Leistungssteuerung durch verzögertes Einschalten der Wechselspannung
Eine Phasenanschnittsteuerung verringert die Leistung eines Wechselstromgeräts, indem ein elektronischer Schalter, meist ein Triac, die Spannung in jeder Halbwelle erst verzögert durchschaltet. So arbeiten viele Dimmer und einfache Drehzahlregler für Wechselstrommotoren. Nicht jeder Lüfter ist dafür geeignet: Manche Hersteller schließen solche Regler aus, und der Motor kann dabei störende Geräusche machen. Maßgeblich ist, welchen Regler der Hersteller freigibt.
Photonen-Effizienz
Photonen-Effizienz einer Pflanzenleuchte (µmol je Joule)
Die Photonen-Effizienz gibt an, wie viele für die Fotosynthese nutzbare Lichtteilchen (400 bis 700 nm) eine Pflanzenleuchte je eingesetzter elektrischer Energie abgibt: Photonenstrom in µmol/s geteilt durch die Leistungsaufnahme in W, also µmol je Joule. Für einen fairen Vergleich zählt die Leistung der ganzen Leuchte samt Netzteil. Manche Hersteller nennen eine Moduleffizienz ohne Netzteil, einen Wert bei gedimmtem Betrieb oder zählen Licht über 700 nm mit, solche Angaben können höher ausfallen. SANlight nennt für die STIXX-Module zum Beispiel 3,1 µmol/J bei 50 % der Nennleistung, den Photonenstrom gibt das Datenblatt für 400 bis 780 nm an (Herstellerangabe).
Einheit: µmol/JKategorie: Lichttechnik
Photonenstrom
Photonenstrom einer Pflanzenleuchte
Der Photonenstrom beschreibt die pro Sekunde abgegebene Menge an Lichtphotonen in einem festgelegten Wellenlängenbereich. Bei Pflanzenleuchten wird er meist in Mikromol pro Sekunde angegeben. PPF bezieht sich auf 400 bis 700 Nanometer. Vergleiche nur Angaben mit gleichem Spektralbereich; der Wert beschreibt nicht die Lichtverteilung auf der Pflanzenfläche.
Pufferlösung
Lösung mit festgelegtem pH-Wert zum Kalibrieren von pH-Messgeräten
Eine Pufferlösung widersteht Veränderungen ihres pH-Werts: Kommt etwas Säure oder Lauge hinzu, ändert er sich nur wenig. Bei gleicher Temperatur bleibt ihr Wert deshalb weitgehend fest. Pufferlösungen mit genau bestimmtem pH-Wert, zum Beispiel pH 4,01, 7,00 und 10,01 bei 25 °C, dienen als Kalibrierlösungen für pH-Messgeräte. Ihr Wert hängt etwas von der Temperatur ab: Die übliche Kalibrierlösung pH 7,00 (ein Phosphatpuffer) hat bei 10 °C einen pH-Wert von etwa 7,06. Benutzte Lösung wird nicht in die Vorratsflasche zurückgegossen, abgelaufene Lösung wird nicht mehr verwendet.
Pulsweitenmodulation
Dimmen durch sehr schnelles Ein- und Ausschalten der LEDs (PWM)
Bei der Pulsweitenmodulation (PWM) schaltet das Netzteil (der Treiber) die LEDs sehr schnell ein und aus, der Strom in den LEDs bleibt dabei gleich hoch. Wie viel Licht im Mittel herauskommt, ergibt sich aus dem Anteil der Einschaltzeit. Die zweite übliche Art zu dimmen ist, den Strom selbst zu verringern. Dann leuchten die LEDs ununterbrochen, nur schwächer. Welches Verfahren eine Leuchte nutzt, steht nicht immer im Datenblatt.
S
Schwimmerventil
Ventil, das über einen Schwimmer den Wasserstand in einem Behälter regelt
Ein Schwimmerventil, auch Füllventil, ist ein Ventil, das von einem Schwimmer gesteuert wird: Sinkt der Wasserstand unter eine bestimmte Höhe, öffnet es den Zulauf, erreicht er die Sollhöhe, schließt es wieder. Ein einfaches Schwimmerventil hält so den Füllstand in einem Behälter, bekanntestes Beispiel ist der Spülkasten einer Toilette. Das AQUAvalve von AutoPot ist ein Schwimmerventil mit zwei Schwimmern, arbeitet laut Hersteller aber anders: Es füllt die Schale bis zu einer festen Höhe und öffnet erst wieder, wenn die Schale leer ist.
Sockeltyp
Typ der Lampenfassung / Anschlussart
Der Sockeltyp beschreibt, wie eine Lampe elektrisch angeschlossen wird und welche Art von Fassung oder Montagesystem sie verwendet.
Während klassische Leuchtmittel feste Standards wie E27 oder GU10 nutzen, besitzen viele moderne LED-Growlampen keinen herkömmlichen Sockel mehr.
Bei einem Wert wie „LED-Modulleuchte“ handelt es sich um eine direkte LED-Einheit, die fix montiert und über ein eigenes Anschlusskabel oder Stecksystem betrieben wird.
Solche Module sind besonders effizient, langlebig und für professionelle Grow-Setups optimiert.
Stromstärke
Elektrische Stromstärke (in Ampere)
Die Stromstärke gibt an, wie viel elektrischer Strom durch eine LED-Growlampe fließt.
Sie wird in Ampere (A) gemessen und hängt direkt von der Wattleistung und der Eingangsspannung der Lampe ab.
Bei gleicher Wattleistung zieht ein Gerät mit niedrigerem Leistungsfaktor (eine Angabe im Datenblatt) mehr Strom, verbraucht dadurch aber nicht mehr Energie.
Für Grower ist dieser Wert wichtig, um Stromkreise nicht zu überlasten und mehrere Lampen sicher an einer Steckdose oder Zeitschaltuhr zu betreiben.
Substrat
Wachstumsmedium für den Wurzelbereich
Ein Substrat ist das Medium, in dem die Wurzeln wachsen, beispielsweise Erde, Kokosfaser oder Steinwolle. Seine Eigenschaften beeinflussen unter anderem Wasser- und Luftversorgung im Wurzelraum. Bei Düngermerkmalen nennt Substrat häufig die geeigneten Anbaumedien. Stimme Anwendung und Dosierung auf die konkreten Herstellerangaben für dieses Medium ab.
T
Tageslichtquotient
Anteil des Außenlichts, der an einem Punkt im Raum ankommt
Der Tageslichtquotient ist das Verhältnis der Beleuchtungsstärke an einem Punkt im Raum zur Beleuchtungsstärke im Freien ohne Verbauung bei bedecktem Himmel, angegeben in Prozent. Er sinkt mit dem Abstand vom Fenster stark: In einem simulierten Beispielbüro der DGUV mit einer Fensterfläche von einem Zehntel der Grundfläche liegt er nur bis etwa 1,6 m Raumtiefe über 2 %. Er beruht auf Lux, also auf Licht, wie das Auge es sieht, und ist kein Maß für Pflanzenlicht. Er zeigt aber, wie schnell das Tageslicht mit dem Abstand vom Fenster abnimmt.
Tageslichtsumme
Tageslichtsumme des Pflanzenlichts (DLI, Daily Light Integral)
Die Tageslichtsumme gibt an, wie viel Pflanzenlicht im Bereich von 400 bis 700 Nanometern im Lauf eines Tages auf einen Quadratmeter fällt. Sie fasst die Stärke des Lichts und die Beleuchtungsdauer zu einem Wert zusammen, ähnlich wie ein Regenmesser den Regen eines ganzen Tages sammelt. Bei gleichbleibender Photonenflussdichte (PPFD) gilt: PPFD mal Stunden mal 3.600, geteilt durch 1.000.000. Draußen liegt sie in Deutschland im Juni im Mittel bei rund 40, im Dezember bei rund 4 mol pro Quadratmeter und Tag (unsere Rechnung aus Daten des Deutschen Wetterdienstes).
Taupunkt
Taupunkttemperatur
Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der die Luft mit dem enthaltenen Wasserdampf gerade gesättigt ist, die relative Luftfeuchte also 100 % erreicht. Kühlt eine Fläche unter den Taupunkt der umgebenden Luft ab, schlägt sich an ihr Wasser nieder. Bei 28 °C und 60 % relativer Luftfeuchte liegt der Taupunkt bei etwa 19,5 °C.
Thermostat
Temperaturregler, der ein Gerät nach einem eingestellten Sollwert schaltet
Ein Thermostat misst mit einem Fühler die Temperatur, vergleicht sie mit dem eingestellten Sollwert und schaltet danach ein Gerät ein oder aus, etwa eine Heizmatte, oder wechselt die Stufe eines Lüfters. Er regelt die Temperatur an der Stelle, an der sein Fühler sitzt. Für Pflanzen gehört der Fühler deshalb dorthin, wo die Pflanzen sind: auf Pflanzenhöhe oder, bei einer Heizmatte, ins Substrat. Einstellbereich, höchste Last und Schaltverhalten sind Herstellerangaben des jeweiligen Geräts.
TM-21-Hochrechnung
Normverfahren zur Hochrechnung des Lichtstromerhalts von LEDs aus LM-80-Messdaten
TM-21 ist ein Verfahren der Illuminating Engineering Society (IES), mit dem aus Langzeitmessungen nach dem Messverfahren LM-80 berechnet wird, wie sich der Lichtstrom von LED-Bauteilen über die Messdauer hinaus entwickelt. Die Hochrechnung darf höchstens das Sechsfache der tatsächlichen Messdauer betragen, wenn mindestens 20 Proben gemessen wurden; nach 10.000 Stunden Messung sind also höchstens 60.000 Stunden angebbar. Das Ergebnis beschreibt nur den Lichtrückgang der LEDs, nicht Ausfälle von Treiber oder anderen Teilen der Leuchte.
Einheit: hKategorie: Technische Daten
Trichoderma
Gattung frei lebender Bodenpilze, die auch Wurzeln besiedeln können, keine Mykorrhizapilze
Trichoderma ist eine Gattung frei lebender Pilze aus der Gruppe der Schlauchpilze. Die Arten kommen in Böden und an Wurzeln häufig vor. Manche Stämme besiedeln die Wurzeloberfläche dauerhaft und dringen dabei nur in die äußerste Zellschicht und wenige Zellen darunter ein. Trichoderma zählt nicht zu den Mykorrhizapilzen; anders als die arbuskulären Mykorrhizapilze sind die Arten nicht auf eine lebende Wirtspflanze angewiesen. Trichoderma-Arten können andere Pilze befallen. In Produkten für die Wurzelzone stecken laut Herstellern Sporen bestimmter Stämme, etwa von Trichoderma harzianum.
U
Umkehrosmose
Wasseraufbereitung mit einer Membran, die gelöste Salze zurückhält
Bei der Umkehrosmose lässt eine Membran im Wesentlichen nur Wasser durch und hält gelöste Salze zurück, dabei fällt auch Abwasser an. Das gewonnene Osmosewasser enthält deshalb kaum Mineralstoffe. Calcium und Magnesium, die Leitungswasser sonst mitbringt, müssen dann über den Dünger kommen.
Unterbewässerung
Bewässerung von unten über Schale, Rinne oder gefluteten Tisch
Unterbewässerung meint hier die Bewässerung von unten, nicht zu wenig Wasser: Die Pflanze bekommt das Wasser etwa aus einer Schale, einer Rinne oder einem kurz gefluteten Tisch. Das Substrat saugt es durch Kapillarwirkung nach oben. Weil kaum Wasser unten aus dem Topf abläuft, werden überschüssige Düngersalze nicht ausgewaschen und sammeln sich vor allem in der obersten Substratschicht. Beratungsstellen empfehlen deshalb, den Salzgehalt (EC-Wert) im Substrat regelmäßig zu prüfen.
Kategorie: Bewässerung
V
Ventilatorgesetze
Proportionalitätsgesetze für Volumenstrom, Druck und Leistung eines Ventilators
Die Ventilatorgesetze beschreiben, wie sich Volumenstrom, Druck und Leistung eines Ventilators verändern. In der einfachsten Form ändert sich nur die Drehzahl: Der Volumenstrom ändert sich dann im gleichen Verhältnis wie die Drehzahl, der Druck mit ihrem Quadrat und die Antriebsleistung mit ihrer dritten Potenz. Bei halber Drehzahl fördert ein Ventilator also theoretisch die Hälfte der Luft bei einem Viertel des Drucks und braucht ein Achtel der Leistung. Das gilt nur unter ähnlichen Strömungsbedingungen, also für denselben Ventilator in derselben Anlage. Weitere Formen der Gesetze beziehen die Baugröße ähnlich gebauter Ventilatoren ein. Verluste im Motor sind nicht enthalten.
Verdünnungsart
Anwendungsform und Verdünnung
Die Verdünnungsart zeigt, ob ein Produkt beispielsweise als Konzentrat vorliegt oder gebrauchsfertig angewendet wird. Konzentrate müssen entsprechend den Herstellerangaben dosiert und gegebenenfalls mit Wasser vermischt werden. Das Merkmal nennt noch kein Mischungsverhältnis; die passende Menge steht auf dem Etikett oder in der Anleitung.
VPD
Dampfdruckdefizit (Vapour Pressure Deficit)
Das VPD (Dampfdruckdefizit) ist die Differenz zwischen dem Sättigungsdampfdruck am Blatt und dem tatsächlichen Dampfdruck der Luft und beschreibt, wie stark die Luft am Blatt Wasser zieht. Anders als die relative Luftfeuchte berücksichtigt es die Temperatur: 60 % ergeben bei 20 °C etwa 0,66 kPa, bei 28 °C etwa 1,09 kPa (Blatt jeweils 2 °C kühler als die Luft angenommen). Als Richtwert für die meisten Pflanzen nennt Erik Runkle (Michigan State University) 0,7 bis 1,5 kPa.
W
Wasserhärte
Gehalt des Wassers an gelöstem Calcium und Magnesium
Die Wasserhärte gibt an, wie viel gelöstes Calcium und Magnesium ein Wasser enthält. In Deutschland teilt der Wasserversorger den Härtebereich mit: weich unter 1,5, mittel 1,5 bis 2,5 und hart über 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter. Verbreitet ist auch die Angabe in Grad deutscher Härte (°dH), umgerechnet entspricht 1 Millimol pro Liter etwa 5,6 °dH. Für das Gießen sind außerdem die Einzelwerte für Calcium und Magnesium in Milligramm pro Liter und die Karbonathärte aufschlussreich.
Wattleistung
Elektrische Leistung (in Watt)
Die Wattleistung beschreibt, wie viel elektrische Leistung eine LED-Growlampe aufnimmt.
Sie gibt jedoch nicht direkt an, wie viel nutzbares Licht (PPF/PPFD) die Lampe tatsächlich produziert.
Moderne LEDs erzeugen oft deutlich mehr Licht pro Watt als ältere Modelle, deshalb ist die Wattzahl nur ein Richtwert für den Stromverbrauch, nicht für die tatsächliche Lichtleistung.
Höhere Wattleistung bedeutet also vor allem höherer Energieverbrauch, sagt aber weniger über die tatsächliche Effizienz oder Ertragsleistung der Lampe aus.