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Was ist DLI und wie viel Licht braucht deine Pflanze?

Kurz gesagt

DLI (Daily Light Integral, Tageslichtsumme) zählt, wie viel Licht über einen ganzen Tag auf einen Quadratmeter fällt, in mol pro m² und Tag. Du rechnest es aus PPFD und Beleuchtungsdauer: PPFD × Stunden × 3.600 ÷ 1.000.000. Mit 600 µmol/m²/s und 18 Stunden sind das 38,88 mol, mit 12 Stunden nur 25,92 mol. Wie viel eine Pflanze braucht, hängt von der Art ab: Die Purdue University teilt Zierpflanzen in Klassen von 3-6 bis über 18 mol ein.

Ausführlich erklärt

PPFD und DLI beschreiben beide das Licht für die Fotosynthese, aber auf zwei verschiedene Arten. PPFD (Photosynthetic Photon Flux Density) ist ein Momentwert: Er gibt an, wie viele Lichtteilchen in einer Sekunde auf einen Quadratmeter fallen, in µmol pro m² und Sekunde. DLI (Daily Light Integral, Tageslichtsumme) zählt alles zusammen, was im Lauf eines Tages ankommt, in mol pro m² und Tag. Die Purdue University vergleicht das mit einem Regenmesser: Er sammelt den Regen eines ganzen Tages, so wie die DLI das Licht eines ganzen Tages sammelt.

Aus einem gleichbleibenden PPFD rechnest du die DLI so aus: PPFD mal Stunden mal 3.600 Sekunden, geteilt durch 1.000.000, weil eine Million µmol ein mol sind. Mit den Vorgaben des DLI-Rechners, 600 µmol/m²/s und 18 Stunden Licht, ergibt das 38,88 mol pro m² und Tag. Brennt dieselbe Lampe nur 12 Stunden, sind es 25,92 mol, also ein Drittel weniger. Für dieselbe Summe in 12 Stunden bräuchtest du 900 µmol/m²/s.

Wie viel Licht eine Pflanze braucht, hängt stark von der Art ab. Die Purdue University (Torres und Lopez) teilt Zierpflanzen im Gewächshaus in Klassen ein: 3 bis 6 mol gelten als wenig Licht, 6 bis 12 als mittel, 12 bis 18 als viel und mehr als 18 als sehr viel. Für viele Zierpflanzen, die keinen Schatten vertragen, empfehlen die Autoren in der letzten Kulturphase mindestens 10 bis 12 mol. Zum Vergleich: Draußen erreicht die DLI laut Erik Runkle von der Michigan State University an einem wolkenlosen Sommertag mit langem Tag etwa 60 mol, an einem trüben Wintertag im Norden der USA oder in Kanada unter 5 mol.

Für die Rechnung brauchst du einen gemessenen PPFD-Wert. Ein Luxmeter eignet sich dafür nicht. Lux ist wie das amerikanische Footcandle eine photometrische Einheit: Sie orientiert sich am menschlichen Auge, das vor allem grünes Licht wahrnimmt. Die Purdue University schreibt dazu, solche Einheiten seien auf Menschen ausgerichtet und nicht geeignet, um Licht für die Fotosynthese anzugeben. Das PPFD misst ein PAR-Sensor, auch Quantensensor genannt, direkt unter der Lampe auf Höhe der Blätter. Aus der Wattzahl einer Lampe lässt sich das PPFD nicht ablesen, denn es hängt vom Wirkungsgrad und vom Spektrum der Leuchte ab.

Die Stunden lassen sich nicht beliebig gegen mehr Licht tauschen. Bei vielen Pflanzen steuert die Tageslänge die Blüte: Kurztagpflanzen blühen nur oder schneller, wenn der Tag kürzer ist als eine bestimmte Dauer, Langtagpflanzen, wenn er länger ist (Runkle 2002). Andere Pflanzen reagieren nicht auf die Tageslänge. Lege deshalb zuerst die Beleuchtungsdauer passend zu deiner Pflanze fest und stelle dann das PPFD ein, zum Beispiel über Dimmer oder Hängehöhe.

Im DLI-Rechner trägst du dein gemessenes PPFD und die Stunden pro Tag ein und bekommst die Tageslichtsumme in mol pro m² und Tag.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen PPFD und DLI?

PPFD ist ein Momentwert in µmol pro m² und Sekunde. DLI ist die Summe über den ganzen Tag in mol pro m² und Tag. Die Purdue University vergleicht die DLI mit einem Regenmesser, der den Regen eines ganzen Tages sammelt.

Wie rechne ich PPFD in DLI um?

PPFD mal Beleuchtungsstunden mal 3.600, geteilt durch 1.000.000. Beispiel: 600 µmol/m²/s bei 18 Stunden ergeben 38,88 mol pro m² und Tag. Das gilt für ein gleichbleibendes PPFD, wie unter einer Lampe ohne Tageslicht.

Wie viel DLI brauchen Pflanzen?

Das hängt von der Art ab. Die Purdue University teilt Zierpflanzen in Klassen ein: 3-6 mol wenig, 6-12 mittel, 12-18 viel, über 18 sehr viel Licht. Draußen erreicht die DLI an einem wolkenlosen Sommertag etwa 60 mol (Erik Runkle, Michigan State University).

Kann ich das PPFD mit einem Luxmeter messen?

Nein. Lux ist wie Footcandle eine photometrische Einheit, die sich am menschlichen Auge orientiert. Laut Purdue sind solche Einheiten nicht geeignet, um Licht für die Fotosynthese anzugeben. Das PPFD misst ein PAR-Sensor (Quantensensor) unter der Lampe auf Blatthöhe.

Kann ich weniger Stunden mit mehr Licht ausgleichen?

Rechnerisch ja: 900 µmol/m²/s für 12 Stunden ergeben dieselben 38,88 mol wie 600 µmol/m²/s für 18 Stunden. Bei vielen Pflanzen steuert aber die Tageslänge die Blüte. Wähle deshalb zuerst die passenden Stunden und stelle dann das PPFD ein.

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Quellen

Begriffe erklärt im Grow-Glossar · Stand: 04.10.2026 · GrowNova Redaktion · Alle Erklärvideos